November 2019

„Endlich, Hajo ist zu Hause“

Was wir anderen Eltern sagen möchten:

Unser kleiner Hajo kam früh morgens im Mai 2019 in Kassel zur Welt. Der Kreissaal in dem er geboren wurde lag direkt neben der Neo Intensivstation. Was für ein Glück.

Direkt nach Hajos Geburt war Eile geboten. Er wurde in Höchstgeschwindigkeit auf die Neo Int. gebracht. Fast vier Stunden warteten wir, bis wir zu ihm durften.
Endlos lange vier Stunden.
Heute wissen wir, in dieser Zeit wurde für unseren Sohn alles getan was notwendig war, um ihm den Start ins Leben zu ermöglichen. Denn Hajo kam mit Choanalatresie zur Welt. Seine Nase war beidseitig verschlossen.

Hajo


Endlich durften wir zu ihm. So viele Kabel, so viele Strippen, so viele piepsende Geräte – Gefühlschaos. Wir freuten uns so sehr über unser erstes Kind, haben uns das alles aber natürlich ganz anders vorgestellt.
Es folgte eine OP, die die Nase öffnete. Danach mehrere Folgeeingriffe. Für Hajo und uns bedeutete dies trinken und umgehen üben mit einer Schiene in der Nase, die den Zugang in den Rachen frei hielt.
Nach fast sechs Wochen und später nochmals fast drei Wochen Krankenhausaufenthalt, wussten wir sehr zu schätzen, was die Ärzte, Schwestern und Pfleger jeden Tag leisteten. Für unseren Sohn, aber auch für uns als Eltern. So eine liebevolle Betreuung unseres Sohnes und so viel Geduld und Beistand für Eltern in dieser schweren Zeit.
Vielen Dank! 
Als Hajo nach Hause kam war der erste Gedanke: „Endlich. Er ist zu Hause.“. Der zweite war: „O ha. Unser Sohn ist zu Hause.“.
Wie organisieren wir nun den Alltag? Was müssen wir alles beachten um seine Nase auch zu Hause bestmöglich zu versorgen? Welche Möglichkeiten haben wir hierfür? Was haben wir vergessen im Krankenhaus zu fragen? Was ist noch wichtig für uns zu wissen? Welche Termine müssen wir jetzt wahrnehmen? Was passiert eigentlich wenn? Und und und…
Wie gut, dass uns angeboten wurde in dieser ersten Zeit zu Hause die Nachsorge des „Bunten Kreis Kassel“ in Anspruch zu nehmen.
Karin Kornhoff betreute und begleitete uns fast sechs Monate lang zu Hause. Sie stand uns für alle Fragen und Anliegen zur Verfügung, organisierte Termine und Medikamente. Wir beratschlagten uns und sie stellte immer wieder den Kontakt zum Krankenhaus her.
Wir konnten mit ihr über alles sprechen was uns beschäftigte und ihre Begleitung durch Telefonate und Besuche gab Sicherheit und Rückhalt.
Vielen Dank Karin! Wie schön dass du da warst!
Heute, im November 2019, ist Hajo sechs Monate alt. Er entwickelt prächtig und wir sind stolz auf alles was er so tut und kann. Wie alle Eltern.
Die außergewöhnliche Anfangszeit mit unserem Kind ist fast vergessen und durch die tolle Begleitung im Krankenhaus und zu Hause sind wir sehr sichere und entspannte Eltern geworden.
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